Steinmarder

Der Steinmarder ist die Marderart, die besonders häufig in der Nähe von Menschen auffällt. Als anpassungsfähiger Kulturfolger nutzt er nicht nur offene Landschaften und strukturreiche Lebensräume, sondern auch Scheunen, Garagen, Dachböden und andere geschützte Bereiche an Gebäuden.

Erkennbar ist der Steinmarder vor allem an seinem langgestreckten Körper, dem buschigen Schwanz, dem graubraunen Fell und einem meist weißen bis leicht gelblichen Kehlfleck. Dieser kann gegabelt sein und sich in Richtung der Vorderbeine ausdehnen. Weil Steinmarder überwiegend in der Dämmerung und nachts unterwegs sind, werden sie häufig nicht direkt gesehen. Oft fallen zunächst Geräusche, Spuren oder Hinterlassenschaften auf.

Steinmarder im Steckbrief

Der wissenschaftliche Name des Steinmarders lautet Martes foina. Er gehört zur Familie der Marderartigen und ist eng mit dem Baummarder verwandt.

Typische Merkmale des Steinmarders sind:

  • Kopf-Rumpf-Länge von ungefähr 37 bis 52 Zentimetern,
  • Schwanzlänge von etwa 20 bis 30 Zentimetern,
  • Körpergewicht von ungefähr 0,7 bis 2 Kilogramm,
  • langgestreckter und schlanker Körper,
  • relativ kurze Beine,
  • langer, buschiger Schwanz,
  • graubraunes Fell mit heller Unterwolle,
  • meist weißer bis leicht gelblicher Kehlfleck,
  • häufig gegabelte Zeichnung im Brustbereich,
  • meist heller beziehungsweise fleischfarbener Nasenspiegel.

Männliche Tiere sind im Durchschnitt größer und schwerer als weibliche Steinmarder. Größe und Gewicht können jedoch innerhalb der Art variieren.

Wie sieht ein Steinmarder aus?

Ein Steinmarder wirkt deutlich länger und niedriger als eine Hauskatze. Sein Körper ist schlank und beweglich, die Beine sind vergleichsweise kurz. Zusammen mit dem langen Schwanz entsteht die typische gestreckte Körperform.

Ein besonders auffälliges Merkmal ist der helle Kehlfleck. Beim Steinmarder ist dieser überwiegend weiß oder leicht gelblich und häufig gegabelt. Die Zeichnung kann sich bis in Richtung der Vorderbeine erstrecken. Ihre genaue Form unterscheidet sich allerdings von Tier zu Tier, weshalb der Kehlfleck nicht als einziges Bestimmungsmerkmal betrachtet werden sollte.

Das Fell erscheint meist graubraun. Die helle Unterwolle kann besonders an Rücken und Flanken durchscheinen. Der Kopf ist relativ rund, die Ohren wirken klein und abgerundet.

Wer einen Marder nur kurz in der Dämmerung oder nachts sieht, kann die Art häufig nicht sicher bestimmen. Spuren am Gebäude liefern zusätzliche Hinweise. Wie Pfotenabdrücke, Haare, Markierungen und weitere Anzeichen eingeordnet werden können, erfahren Sie unter Marderspuren erkennen.

Steinmarder oder Baummarder – worin liegt der Unterschied?

Steinmarder und Baummarder ähneln sich auf den ersten Blick. Beide besitzen einen langgestreckten Körper und einen buschigen Schwanz. Einige Merkmale können bei der Unterscheidung helfen.

Beim Steinmarder ist der Kehlfleck normalerweise weiß bis leicht gelblich und häufig gegabelt. Beim Baummarder ist die Kehlzeichnung typischerweise gelblich und weniger stark gegabelt. Auch beim Nasenspiegel gibt es einen häufig sichtbaren Unterschied: Beim Steinmarder ist er meist hell beziehungsweise fleischfarben, beim Baummarder dunkel.

Auch der typische Lebensraum unterscheidet sich. Baummarder sind stärker an Wälder und gehölzreiche Lebensräume gebunden. Steinmarder kommen dagegen regelmäßig in Siedlungen vor und nutzen Gebäude als geschützte Quartiere.

Ein einzelnes Merkmal reicht dennoch nicht in jeder Situation für eine sichere Bestimmung. Insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen oder kurzen Sichtungen ist eine Verwechslung möglich.

Wo leben Steinmarder?

Steinmarder sind sehr anpassungsfähig. Sie kommen in unterschiedlichen Landschaftstypen zurecht und sind nicht auf geschlossene Wälder angewiesen. Geeignete Lebensräume bieten vor allem ausreichend Nahrung, Deckung und geschützte Ruheplätze.

In der freien Landschaft können beispielsweise folgende Strukturen genutzt werden:

  • Hecken und Gebüsche,
  • Reisig- und Holzhaufen,
  • felsige Bereiche,
  • strukturreiche Agrarlandschaften,
  • vorhandene Tierbaue oder andere geschützte Hohlräume.

Besonders auffällig ist die Anpassung an menschliche Siedlungen. Dort können Steinmarder unter anderem Scheunen, Schuppen, Garagen, Dachböden oder Zwischenräume an Gebäuden als Quartier nutzen.

Diese Nähe zum Menschen ist der Grund, warum der Steinmarder auch als Hausmarder bezeichnet wird.

Warum leben Steinmarder so häufig in der Nähe von Menschen?

Gebäude und Siedlungen können Steinmardern mehrere Dinge bieten, die auch in natürlichen Lebensräumen wichtig sind: geschützte Verstecke, trockene Ruheplätze und ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot in der Umgebung.

Ein zugänglicher Dachboden kann beispielsweise einen geschützten Tagesruheplatz darstellen. Garagen, Scheunen oder Nebengebäude bieten ebenfalls mögliche Verstecke. Der Steinmarder muss solche Quartiere nicht selbst anlegen, sondern kann bereits vorhandene Hohlräume und Öffnungen nutzen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Steinmarder in einem Wohngebiet automatisch ein Gebäude bewohnt. Eine Sichtung im Garten oder auf einem Grundstück beweist noch keinen Befall des Hauses.

Informationen zu Steinmardern im Außenbereich finden Sie unter Marder im Garten.

Wie lebt ein Steinmarder?

Steinmarder leben überwiegend als Einzelgänger. Sie nutzen Reviere mit mehreren Verstecken und bewegen sich regelmäßig zwischen verschiedenen Bereichen.

Ihre Aktivität fällt hauptsächlich in die Dämmerung und Nacht. Dadurch können Steinmarder selbst in dicht besiedelten Gebieten leben, ohne häufig direkt beobachtet zu werden. Tagsüber ziehen sie sich gewöhnlich in geschützte Ruheplätze zurück.

Wer nachts Geräusche hört oder wissen möchte, wann Marder besonders aktiv sind, findet ausführlichere Informationen unter Wann sind Marder aktiv? und Mardergeräusche erkennen.

Die Lebensweise erklärt auch, warum eine einzelne Beobachtung nur begrenzte Rückschlüsse auf den tatsächlichen Aufenthaltsort erlaubt. Ein Tier kann auf seinen nächtlichen Streifzügen verschiedene Grundstücke und Gebäudebereiche passieren.

Wie alt werden Steinmarder?

Die tatsächliche Lebenserwartung eines wildlebenden Steinmarders hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem Lebensraum, Nahrungsverfügbarkeit, Krankheiten und Unfallrisiken.

Für wildlebende Steinmarder werden häufig Lebenserwartungen im Bereich mehrerer Jahre angegeben. Einzelne Tiere können älter werden, sodass eine konkrete Altersangabe bei einem beobachteten Tier nicht möglich ist.

Für die praktische Einordnung eines Marderproblems ist das Alter des Tieres ohnehin meist weniger entscheidend als die Frage, welche Bereiche es nutzt und welche Zugänge vorhanden sind.

Was fressen Steinmarder?

Steinmarder sind anpassungsfähige Allesfresser. Ihr Nahrungsspektrum kann sich je nach Lebensraum, Jahreszeit und verfügbarem Angebot verändern.

Dazu können unter anderem Kleinsäuger, Vögel, Eier, wirbellose Tiere sowie Früchte und andere pflanzliche Nahrung gehören.

Eine ausführliche Einordnung der Nahrung von Mardern finden Sie unter Was fressen Marder?.

Risiken für Menschen und Haustiere werden unter Sind Marder gefährlich? gesondert eingeordnet.

Welche Spuren hinterlässt ein Steinmarder?

Ein Steinmarder wird häufig nicht durch eine direkte Sichtung bemerkt, sondern durch Hinweise in seiner Umgebung.

Möglich sind beispielsweise:

  • Pfotenabdrücke,
  • Haare,
  • Geruchs- und Reviermarkierungen,
  • wiederkehrende Laufwege,
  • Geräusche,
  • Kot,
  • Veränderungen oder Schäden an genutzten Gebäudebereichen.

Nicht jede einzelne Spur lässt sich sicher einem Steinmarder zuordnen. Mehrere zusammenpassende Hinweise ermöglichen häufig eine bessere Einschätzung.

Ausführliche Informationen zu Pfoten, Haaren, Geruch und anderen Anzeichen finden Sie unter Marderspuren erkennen.

Wie sieht Steinmarderkot aus?

Kotfunde können auf die Anwesenheit eines Marders hinweisen, sind allein jedoch nicht immer ausreichend für eine sichere Artbestimmung. Aussehen, Fundort und weitere Begleitumstände sollten gemeinsam betrachtet werden.

Weitere Informationen: Marderkot erkennen und sicher einordnen.

Warum können Steinmarder an Gebäuden auffallen?

Die Nutzung menschlicher Gebäude gehört zu den charakteristischen Besonderheiten des Steinmarders als Kulturfolger. Probleme entstehen vor allem dann, wenn ein Tier einen Bereich regelmäßig als Quartier nutzt.

Auf Dachböden oder in Hohlräumen können beispielsweise nächtliche Geräusche, Kot, Geruch oder Schäden auffallen. Welche Folgen tatsächlich auftreten, hängt vom genutzten Bereich und von der jeweiligen Gebäudesituation ab.

Konkrete Gebäudeschäden werden auf der Seite Marderschäden erkennen ausführlicher behandelt.

Bei einem vermuteten Tier im Dachbereich finden Sie die passende Vorgehensweise unter Marder im Dach und auf dem Dachboden.

Wie kommt ein Steinmarder auf ein Dach?

Steinmarder sind bewegliche und geschickte Kletterer. Welche Route ein Tier tatsächlich nutzt, lässt sich aus einer einzelnen Sichtung jedoch nicht zuverlässig ableiten.

Fallrohre, Fassaden, angrenzende Bauteile, Dachbereiche oder andere Strukturen können bei der Erreichbarkeit eines Gebäudes eine Rolle spielen. Entscheidend ist die konkrete bauliche Situation.

Weitere Informationen zu Mardern im Dachbereich finden Sie unter Marder im Dach und auf dem Dachboden.

Steinmarder am Gebäude – was ist zu tun?

Ein Steinmarder auf dem Grundstück muss nicht automatisch bekämpft oder vertrieben werden. Entscheidend ist, ob das Tier tatsächlich problematische Bereiche nutzt, in ein Gebäude eindringt oder Schäden verursacht.

Bei einem vermuteten Befall sollte zunächst geklärt werden:

  • Welche Anzeichen wurden festgestellt?
  • Welcher Gebäudebereich könnte genutzt werden?
  • Sind Schäden vorhanden?
  • Gibt es erkennbare Zugänge?
  • Treten die Beobachtungen wiederholt auf?

Einfach nur ein Tier zu vertreiben löst ein vorhandenes Zugangsproblem nicht zwangsläufig. Bleiben geeignete Öffnungen bestehen, kann der Bereich erneut genutzt werden.

Informationen zum professionellen Vorgehen finden Sie unter Marderabwehr. Möglichkeiten und Grenzen einzelner Maßnahmen werden unter Methoden der Marderabwehr eingeordnet.

Steinmarder als typischer Kulturfolger

Die besondere Bedeutung des Steinmarders für Hausbesitzer liegt weniger in seiner allgemeinen Biologie als in seiner Anpassungsfähigkeit. Er kann natürliche und vom Menschen geprägte Lebensräume nutzen und findet auch innerhalb von Städten geeignete Rückzugsorte.

Das erklärt, warum bei einem Marderproblem an einem Gebäude häufig gerade ein Steinmarder vermutet wird. Trotzdem sollte eine Artbestimmung nicht allein aufgrund des Fundortes erfolgen. Geräusche, Spuren, Kot, mögliche Zugänge und gegebenenfalls eine Sichtung ergeben zusammen ein zuverlässigeres Bild.

Wer zunächst einen allgemeinen Überblick über Marderarten, Lebensweise und Verhalten sucht, findet diesen unter Marder – Informationen zum Tier.

Häufige Fragen zum Steinmarder

Woran erkennt man einen Steinmarder?

Typisch sind ein langgestreckter Körper, relativ kurze Beine, graubraunes Fell, ein buschiger Schwanz und ein meist heller, häufig gegabelter Kehlfleck. Der Nasenspiegel ist beim Steinmarder meist hell beziehungsweise fleischfarben.

Wie groß wird ein Steinmarder?

Die Kopf-Rumpf-Länge liegt ungefähr zwischen 37 und 52 Zentimetern. Hinzu kommt ein etwa 20 bis 30 Zentimeter langer Schwanz. Männliche Steinmarder sind durchschnittlich größer als weibliche Tiere.

Ist ein Steinmarder dasselbe wie ein Hausmarder?

Ja. „Hausmarder“ ist eine gebräuchliche Bezeichnung für den Steinmarder und verweist darauf, dass diese Art häufig in menschlichen Siedlungen und an Gebäuden vorkommt.

Wo hält sich ein Steinmarder tagsüber auf?

Tagsüber nutzt ein Steinmarder geschützte Ruheplätze. Im Siedlungsbereich können dazu beispielsweise Dachböden, Scheunen, Garagen oder andere geeignete Hohlräume gehören. Ausführlicher werden Tagesruhe und Aktivitätszeiten unter Wann sind Marder aktiv? behandelt.

Was ist der Unterschied zwischen Steinmarder und Baummarder?

Der Steinmarder besitzt meist einen weißen bis leicht gelblichen, häufig gegabelten Kehlfleck und einen hellen Nasenspiegel. Der Baummarder weist typischerweise eine gelblichere Kehlzeichnung und einen dunkleren Nasenspiegel auf. Auch der Lebensraum unterscheidet sich: Steinmarder sind typische Kulturfolger und regelmäßig in Siedlungen anzutreffen.

Können Steinmarder im Dachboden leben?

Ja. Dachböden können Steinmardern geschützte Quartiere bieten, sofern geeignete Zugänge vorhanden sind. Bei Geräuschen, Kot, Geruch oder Schäden finden Sie die ausführliche Einordnung unter Marder im Dach und auf dem Dachboden.

Was tun, wenn ein Steinmarder Probleme verursacht?

Zunächst sollte festgestellt werden, welchen Bereich das Tier tatsächlich nutzt und welche Zugänge vorhanden sind. Bei einem Gebäudebefall ist nicht nur das kurzfristige Vertreiben relevant, sondern auch die fachliche Beurteilung möglicher Zugangswege. Die weitere Vorgehensweise wird unter professioneller Marderabwehr erläutert.

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Mardervergrämung mit Nachbesserung

Nachdem jetzt einige Zeit vergangen ist muss ich jetzt meine Rezession schreiben. Wir haben die Fa. Bischof zur Mardervergrämung und zur anschließenden Verschließung beauftragt gehabt. Anfang Juni wurde der Auftrag bei uns erledigt. Leider meinte der Marder ende Juli er müsste weiterhin bei uns leben. Nach einem kurzen und freundlichen Telefonat wurde zeitnah bei uns etwas nachgebessert und seitdem ist Ruhe. Endlich können wir wieder ruhig schlafen. Ich bedaure nur dass wir so lange mit dem Auftrag gewartet haben. Ich kann die Fa.Bischof nur weiterempfehlen.

Heinz Lober
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Beratung Marder Nürnberg

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F. S., Obermichelbach

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